Das 20-jährige Bestehen feierte die Tafel mit einem Tag der Begegnung in ihrem Laden an der Ernst-Woltmann-Straße. Ehrenamtler, Ehemalige und interessierte Bürger nutzten die Gelegenheit, miteinander über die Arbeit der Solinger Tafel ins Gespräch zu kommen. Das Medimobil war vor Ort und Dr. Christoph Zenses machte den Blick hinter die Kulissen möglich.

Auch Mitbegründerin Monika Niehr ließ es sich nicht nehmen, der Tafel zu ihrem Jubiläum zu gratulieren. Viele Erinnerungen wurden ausgetauscht.

Die Tafel begann mit rund 30 Aktiven. Verteilt wurden die eingesammelten Lebensmittel zunächst an Solinger Einrichtungen wie die Notschlafstelle, die Kinderstuben, aber auch ein Flüchtlingsheim, in dem vor 20 Jahren in erster Linie Menschen lebten, die vor dem Krieg aus dem Balkan geflohen waren. Hintergrund war und ist auch heute noch, Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren. Erst zwei Jahre nach der Gründung konnte der erste Laden an der Blumenstraße bezogen werden. Schnell kamen dorthin so viele Menschen, dass er bald zu klein wurde.

Heute werden die rund 150 Kunden, die pro Tag von der Tafel Solingen Lebensmittel erhalten, im 360 Quadratmeter großen Ladenlokal an der Ernst-Woltmann-Straße 4 bedient. Fast 70 Ehrenamtler, eine Angestellte und ein junger Mann aus dem Bundesfreiwilligendienst sind von Montag bis Freitag im Einsatz, holen die Lebensmittel mit drei Fahrzeugen in Geschäften und Bäckereien ab und verteilen sie am Nachmittag an die bedürftigen Menschen. Insgesamt versorgt die Tafel 1200 Bedürftige, darunter viele Familien mit Kindern.