Große Freude bei der Tafel Solingen: Der zweite Vorsitzende bekam das Bundesverdienstkreuz.

„Wir sind stolz, einen Menschen wie Dr. Christoph Zenses in unserer Stadt zu haben.“ Mit diesen Worten würdigte Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach die Verdienste des Mediziners, als er ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Rathaus überreichte. Mit dem Orden wird Zenses’ vielfältiges Engagement im medizinisch-sozialen Bereich gewürdigt.

Denn die Vorstandsarbeit bei der Tafel ist bei weitem nicht die einzige ehrenamtliche Tätigkeit des Arztes. So ist unter seiner Federführung unter dem Dach der Tafel die Medikamententafel entstanden. Im Medimobil wie in der Praxis ohne Grenzen versorgt der 58-Jährige mit seinen niedergelassenen Kollegen vom Ärztenetzwerk solimed darüberhinaus Menschen, die keine Krankenversicherung haben.

Die Liste der Aktivitäten, die der Oberbürgermeister aufzählte, ist lang. Sie reicht vom Verein Pro Ost mit Einsätzen in der Region um Tschernobyl bis zum Engagement für das Friedensdorf Oberhausen, wo sich Dr. Christoph Zenses um die Behandlung von verletzten Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten kümmert. Jüngste ehrenamtliche Projekte des umtriebigen Mediziners sind Einsätze auf dem Flüchtlingsschiff Sea Watch und im Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Aus diesem Engagement heraus gründete der Arzt mit Weggefährten unlängst den Verein „Solingen hilft“, dessen Arbeit den Menschen in Solingen ebenso zugute kommen soll wie not leidenden Flüchtlingen an den europäischen Außengrenzen.

Für Dr. Christoph Zenses, der in diesem Jahr bereits den Silbernen Schuh und den Solinger Bürgerpreis erhielt, ist die Auszeichnung Ansporn, weiter zu machen. Das, betonte er, könne nur im Team geleistet werden und so gebühre sein Dank auch seinen vielen Mitstreitern.

© Foto Christian Beier